Arbeitsweise

Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht immer der Klient. Das wichtigste Werkzeug, um meinem Gegenüber näher zu kommen und zu helfen bin ich selbst. Die wichtigste Bedingung für eine gute therapeutische Arbeit ist in meinen Augen die selbstkritische Reflexion und die stetige persönliche Weiterentwicklung des Therapeuten. Was mich und meine Entwicklung ausmacht finden Sie in den Abschnitten Biografie und Menschenbild.

Auf der Basis der Beziehung zwischen Therapeut und Klient, Supervisor und Supervisand oder Berater und Beratenem finden die Arbeitsweisen und Methoden statt. Die Methode hat nur so lange eine Berechtigung, wie sie für den Lern- und Veränderungsprozess hilfreich ist.

Kreative und lebendige Präsenz

Alle mein therapeutischen und beraterischen Prozesse zeichnen sich durch Kreativität und Spontanität aus. Wir versuchen gemeinsam in einen kreativen Prozess zu gelangen, der es ermöglicht, im Problem wieder beweglich zu werden und Lösungen zu finden. Vieles entsteht dabei spontan und es nie absehbar, wohin sich eine Sitzung entwickelt. Zum Glück.

Im Folgenden stelle ich Ihnen meine liebsten und hilfreichsten Methoden kurz vor:

Das Gespräch

Das Gespräch bildet stets die Basis eines jeden therapeutischen oder supervisorischen Kontaktes. Wir besprechen zu Beginn Erwartungen und mögliche Vorgehensweisen und gleichen Ziele ab. Ich erkläre Ihnen, was ich anbieten kann, wir vereinbaren, wie und an welchen Inhalten wir zusammen arbeiten wollen. Auch im Verlauf des gemeinsamen Arbeitsprozesses ist das Gespräch Grund und Rahmen aller weiteren Methoden. Das Gesprächsklima ist bei mir von Respekt und Wohlwollen bestimmt.

Das therapeutische Gespräch ist vor allem durch meine Erfahrungen geprägt. Ich wende dabei viele therapeutische Techniken an, die mir im Laufe der Jahre begegnet sind und die ich für sinnvoll und zielführend erachte. Die größte Nähe sehe ich zu Techniken aus den Humanistischen Therapieschulen, vor allem der Gestalttherapie, dem Psychodrama und der Gesprächspsychotherapie, und den Systemischen Therapieverfahren. Darüber hinaus teile ich sehr gute Konzepte auch mit der Tiefenpsychologie und Psychoanalyse und bediene mich effektiver Techniken und gut strukturierter Konzepte aus der Verhaltenstherapie.

Systemische Perspektive

Ich betrachte jedes Individuum stets als eingebettet in verschiedene soziale und psychische Systeme. Menschen sind Teil von sozialen Systemen wie der Herkunftsfamilie, der eigenen Familie, dem Freundeskreis, dem Betrieb oder dem Verein und von psychischen Systemen wie unseren Überzeugungen und Leitsätzen, Körper- und Selbstbildern oder Plänen und Lebensentwürfen. Diese Systeme haben ihre eigenen Gesetze, die wir verstehen und beachten müssen.

Systemisch vorzugehen bedeutet auch die Komplexität dieser Systeme, in denen ein Mensch steckt, anzuerkennen. Das heißt, dass ich mir nicht anmaße, jemals die Wahrheit über einen Menschen zu wissen. Ich habe meine Wahrnehmungen, Eindrücke und Erfahrungen und teile diese mit den Menschen, die zu mir kommen.

Therapeutisches Spiel

Wenn wir komplexe Sachverhalte wie zum Beispiel Beziehungen zwischen Menschen rein verbal besprechen wollen, kommen wir schnell durcheinander. Unser Bewusstsein ist manchmal schlicht überfordert. Durch eine einfache Methode können wir die Komplexität reduzieren und die Zusammenhänge deutlich machen: Wir spielen damit. Symbole übernehmen Rollen von Menschen oder inneren Anteilen, ein Seil stellt eine Beziehung dar, drei Stühle sind drei Entscheidungsmöglichkeiten und so weiter. Sowohl in der Einzeltherapie oder Paartherapie als auch in der Gruppensupervision lassen sich durch Symbolarbeit und kleine Rollenspiele auch unüberschaubare Zusammenhänge schnell deutlich machen. Neue Handlungsoptionen werden so schnell sichtbar und lassen sich ausprobieren. Das Rollenspiel wird so zur Probebühne für das reale Leben.

Körperpsychotherapie

Unser Körper ist der Spiegel unserer Selbst und unser erstes Zuhause. Der Körper bedarf unserer Zuwendung und Pflege, wenn er uns gut dienen soll. Wenn wir ihn vernachlässigen hat das Folgen für unser Dasein.

Im Körper erleben wir unsere Gefühle, er sagt uns, was sich richtig und was falsch anfühlt, womit wir ein komisches Gefühl haben, was uns erschauern, was erbeben lässt. Unsere Kultur übersieht die inneren Funktionen des Körpers oft. Ich achte auf den Körper und lenke immer wieder die Aufmerksamkeit auf die Atmung, das Wärmeempfinden, An- und Entspannungen und anderes, um die eigene Sensibilität und Wahrnehmung des Körpers besser kennen zu lernen.

In der Körperpsychotherapie (vor allem in Wismar) arbeiten wir tiefer mit dem Körper. Der Klient bewegt sich im Raum, erforscht seinen Körper immer tiefer und feiner. Wir nehmen uns Zeit innere Blockaden und Verbote zu entdecken und einfühlsam Kontakt aufzunehmen bis sie sich auflösen und uns die Energie, die sie gebunden haben wieder zur Verfügung steht.