Biografie

Meine Neugier auf den Menschen und der Wunsch nach Veränderung in der Welt führte mich zum Psychologiestudium nach Greifswald. Wahnsinn, Angst, Bewusstsein und Gesellschaft waren dort meine großen Themen, vor allem im Diplom „ Schizophrenie im kulturellen Vergleich. Eine Spurensuche in Raum und Zeit“ und in der Promotion „Von der Orientierung zur Abwehr“ über die Grundlagen von Angst.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Einige menschliche Grundfragen tauchten hier für mich auf: Was ist normal, was verrückt? Was ist uns bewusst, was nicht und warum? Was macht Angst mit uns? Wie funktionieren Gruppen und Gesellschaften? Wie können wir entscheiden und handeln?

Mit einer Menge Wissen, aber auch der Erkenntnis der Begrenztheit der Wissenschaft bei den großen Fragen eröffnete ich 2004 meine Praxis für Psychologische Beratung & Therapie in Rostock. Von meinen Klienten und aus der Arbeit mit ihnen lerne und verstehe ich bis heute unermesslich. In den ersten Jahren stand in meiner Psychotherapie der Verstand und das rationale Gespräch im Mittelpunkt. In meinen Fortbildungen erkannte ich jedoch mehr und mehr die Bedeutung des Körpers für die eigene Entwicklung und mir wurde klar: Um zu heilen benötigen wir den ganzen Menschen, mit Körper, Geist und Seele.

Meine Erfahrungen in meinen Ausbildungs- und Fortbildungsgruppen machten mich auch selbst heiler und gesünder. Ich fühlte mich selbst in meinem Körper und mit meinem Geist langsam immer wohler und wurde auch in meiner Rolle als Therapeut und Berater sicherer und wirksamer. Neu gelernte Methoden, wie das Systemische Vorgehen, therapeutisches Theater oder Körpertherapie machen meine Therapie seither immer lebendiger, effektiver und abwechslungsreicher. Ich selbst freue mich in einen intensiven und bewegenden Lernprozess mit dem Klienten einzusteigen, in dem Heilung immer wieder neu passiert.

Wer bin ich und wie funktioniert so ein Mensch waren immer meine Leitfragen

Neben der Psychotherapie interessiere ich mich nach wie vor sehr für Veränderungen in sozialen Systemen und arbeite zunehmend in Gruppen, führe Supervisionen und Mediationen durch und leite Workshops zu Kommunikation und Konfliktlösung und Führung.

Ich bin sehr dankbar ein Berufsfeld gefunden zu haben, in dem ich sehr gut wirken kann. Meinen Ansporn finde ich wieder durch die Menschen, die sich mir anvertrauen und in meiner Freude daran,  Entwicklung zur Lebendigkeit zu unterstützen.

Anderweitige Engagements

Neben der therapeutischen Arbeit ist es mir schon immer wichtig gewesen, meinen Teil zur Entwicklung der Gesellschaft beizutragen. Dazu war und bin ich mal mehr mal weniger in unterschiedlichen Kontexten eingebunden. Zwei größere Projekte:

Seit 2005 bin ich Mitglied bei Soziale Bildung e.V. in Rostock, einem Bildungsträger der politischen Bildung, den wir im kleinen Team gemeinsam aufgebaut haben. Seit 2011 habe ich mich aus dem aktiven Geschäftsbetrieb zurückgezogen, bin aber dem Verein und dem beheimatenden Peter Weiss Haus und den Menschen darin sehr verbunden.

Zusammen mit ein paar Mitstreiter*innen gründete ich 2012 den gemeinnützigen Verein Beteiligungswerk e.V., der sich zum Ziel gesetzt hat, gesellschaftliche Beteiligungsprozesse zu ermöglichen und zu unterstützen. Der Verein ist vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und manchmal auch darüber hinaus aktiv und hin und wieder übernehme ich auch selbst einen Auftrag.

Berufliche Eckdaten

  • geboren September 1972
  • Studium der Psychologie (Diplom) 1993-1999 in Greifswald
  • Jugendhilfestation Anklam 1999
  • Promotion zum Dr. phil. 2000-2003 in Greifswald (Lehrstuhl für Physiologische / Klinische Psychologie & Psychotherapie (Verhaltenstherapie))
  • Gründung der Psychologischen Praxis in Rostock, 2004
  • Workshops zu Kommunikation, Konfliktlösung, Zeitmanagement, u.a. seit 2004
  • Supervision für Teams und Organisationen seit 2009
  • Gründung einer zweiten Praxis in Wismar, 2015

Aus- und Fortbildungen & Selbsterfahrung

  • Psychodrama-Praktiker 2008-2010, Hamburg
  • Somatic Movement / Body Mind Centering 2011-2013, Berlin
  • Action Theater nach Ruth Zapora 2012, Berlin
  • Theater der Befreiung nach Augusto Boal, Berlin
  • One Next Step Training, 2011
  • Life-Art-Process nach Anna Halprin, 2010
  • Die Tyrannei der Kindlichkeit, 2014
  • Journey of Profound Healing, 2014
  • Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg
  • weitere Fortbildungen im theater- und körperpsychotherapeutischen Bereich, z.B.  Instroke nach Will Davis, Contact Improvisation, Tantra, Yoga, Kung Fu und andere